Ein dezentralisierter Ansatz
Ein selbstorganisierendes System besteht normalerweise aus vielen vernetzten Instanzen, die sich selbst organisieren und durch Informationsaustausch kooperieren. Dies geschieht nicht durch eine zentrale Kontrollinstanz, sondern durch einen dezentralisierten Ansatz. Informationen werden unter individuellen Einheiten lokal, im Rahmen der Erfüllung eines bestimmten globalen Ziels, ausgetauscht. Einige einfache und komplexe Regeln der individuellen Einheiten führen zu einer ausgeklügelten Funktionalität des Gesamtsystems. Viele Beispiele für erfolgreich verteilte lokalisierte Organisation können in der Natur gefunden werden (z.B. Ameisen, Leuchtkäfer).
Positive Eigenschaften
Selbstorganisierende Systeme haben einige positive Eigenschaften:
Die Interdisziplinarität
Forschung im Bereich selbstorganisierende Systeme hat nicht nur technische und anwendungsorientierte Ziele, sie erlaubt auch ein hohes Maß an Interdisziplinarität.
Wir begegnen selbstorganisierenden Systemen beinahe täglich in:
In vielen Bereichen der Natur arbeiten einzelne Individuen oder Organismen in perfekter Harmonie, ohne zentrale Koordination, zusammen. Große Bereiche der Wirtschaft funktionieren bereits viele Jahre gemäß diesem Paradigma.
Wertvolle Charakteristika
In selbstorganisierenden Systemen basieren Entscheidungen der involvierten Instanzen auf begrenzten lokalen Informationen. Das führt zum gewollt auftretenden Verhalten des gesamten Systems. Naturgemäß besitzen selbstorganisierende Systeme viele Charakteristika, die sehr wertvoll in technischen Systemen sind. Sie sind:
Daher ist es nicht verwunderlich, dass technische Wissenschaften diese entdeckt haben und sie überall dort einsetzen wollen, wo zentral koordinierte Systeme ihre Limits erreichen.