Selbstorganisierende Multimedia Architektur

Akronym:   SOMA
Start:     12.2008
Ende:     06.2012

 

Kurzbeschreibung
Das Lakeside Labs Projekt SOMA, unter der Leitung von Prof. Dr. Laszlo
Böszörmenyi
wird mit den Projektpartnern der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und der ASFiNAG Mautservice GmbH durchgeführt.
SOMA steuert einen wesentlichen Beitrag zur Forschung im Bereich verteilter
Multimedia-Systeme bei und wird seine Umsetzbarkeit in einem Prototypen "LOOK2", der als multimediale Plattform für Verkehrsinformation
eingesetzt werden wird, erreichen.


Szenarien in Ebenen
Die Konzeption von SOMA erfasst den kompletten Lebenszyklus von multimedialen Daten aus einzelnen Einheiten und interpretiert sie in ein größeres, übergreifendes, multimediales Informationssystem.
Eine wichtige Rolle spielen dabei zeitlich definierte Szenarien, die als Ereignisse erfasst werden. Die Systemarchitektur besteht aus drei sich-selbst-organisierenden Ebenen ("Layers").

  • Die Sensornetzwerk-Ebene nimmt die Daten mittels intelligenter Sensoren auf, konfiguriert sich selbst und passt ihr Verhalten an die Umwelteinflüsse und an die Anforderungen hinsichtlich der darüber liegenden Ebenen an.
  • Die Verteilungsnetzwerk-Ebene optimiert die Daten hinsichtlich Analyse, Verteilung, Speicherung und Adaptierung. Die Relevanz der Daten wird hierbei durch die Nutzung der Daten und der Intention der Benutzer berechnet.
  • Die Benutzerebene präsentiert die Informationen durch implizites und explizites Feedback vonseiten der darunter liegenden Ebenen und der Anwender. Die multimedialen Daten werden hier entweder von den darunterliegenden Ebenen explizit abgefragt oder direkt empfangen.

Insbesondere das Zusammenspiel der Ebenen und die daraus resultierenden
Effekte bildet den Kern der Forschung im Projekt SOMA.

Austausch durch BenutzerInnen
Die drei Netzwerk-Ebenen tauschen kontinuierlich untereinander Ereignisse,
assoziierte Daten und Metadaten aus, um eine auf die Ebenen verteilte, multimediale Funktionalität und ständige Interaktion der Ebenen zu gewährleisten. Die Plastizität der interaktiven Ebenen und die Funktion der Verteilungsebene, ermöglicht direkte Anfragen der BenutzerInnen.
Die Verteilungsebene, die Nutzungsmuster und Sensorauslastung adaptiert, harmonisiert und organisiert die Eingabe von Benutzerinnen und Benutzern und Sensoren.
Die Benutzerin oder der Benutzer kann Ereignisse zeitnah verfolgen und gezielte Anfragen systemübergreifend durchführen, ohne von starren, automatisierten Routinen abhängig zu sein.

Prototyp und Testszenario
Durch das Zusammenführen der drei entwickelten Ebenen
evaluieren die Forscherteams ihr weiteres Vorgehen in einem Testszenario.
Dadurch wird sichergestellt, dass weitere Forschungsherausforderungen in Bezug auf die Ebenen identifiziert und die künftigen Forschungsfragen in SOMA zur Erstellung des Prototyp "LOOK2" ausgerichtet werden.

 

Project Leader:

O.Univ.-Prof. Dr. Laszlo Böszörmenyi

Roland Tusch
Mathias Lux

Professors:

Univ.-Prof. Dr. Bernhard Rinner

Project Staff: 

Felix Pletzer
Manfred Del Fabro
Anita Sobe
Marian Kogler

Project Partner:

Alpen-Adria Universität Klagenfurt

ASFiNAG

Project Homepage:

SOMA Homepage