









Beim größten Österreichischen Forschungsevent geben Lakeside Labs am 27. April 2012, von 16:30 - 23:00 Uhr Einblick in ihre Arbeit.
Lakeside Labs sind mit folgenden Stationen vertreten:

Komplexe Systeme schauen eigentlich ganz einfach aus wenn man sie genauer betrachtet. Man findet dann oft recht einfach gestrickte Komponenten die mit anderen vernetzt sind.
Zum Beispiel besteht das menschliche Gehirn aus Neuronen, welche, vereinfacht gesagt, Impulsgeber sind, die "feuern", wenn die hereinkommenden Impulse eine gewisse Schwelle überschreiten. Dennoch entsteht aus einer Zusammenschaltung von so einfachen Teilen ein hochkomplexes Denk- und Steuerinstrument, dessen Verhalten wir nicht so einfach aus der Kenntnis des Verhaltens einzelner Neuronen ableiten können. Bei komplexen Systemen ist das immer so; simple Teile sind miteinander vernetzt und das Gesamtsystem hat dann plötzlich Fähigkeiten, die aus den einzelnen Teilen nicht direkt ableitbar sind.
Dieses Konzept der Emergenz in komplexen Systemen ist nicht nur kurios und wissenschaftlich interessant, sondern beinhaltet auch attraktive Eigenschaften. So kann man zum Beispiel in der Natur oft komplexe adaptive Systeme beobachten, das sind Systeme die sich der jeweiligen Situation anpassen können und somit eine Grundlage für robuste, skalierbare und fehlertolerante Lösungen schaffen.
In den Lakeside Labs wird daher daran geforscht, wie solche komplexen selbstorganisierenden Lösungen in der Technik eingesetzt werden können. Dazu schaut man sich oft Tricks von biologischen oder sozialen Systemen ab. Um diese Ideen umsetzen zu können, muss man die originalen Systeme aber erst verstehen und abstrahieren können.
Die Station liefert einen Beitrag zu diesem Ziel indem es den Besucher/inne/n selbstorganisierende Systeme in der Praxis anhand von biologischen, soziologischen und technischen Beispielen näherbringt und sie damit experimentieren lässt.

Wie kann man interessante Ereignisse in einem Nationalpark automatisiert erkennen ohne eine fixe Stromversorgung?
Das SRSnet Projekt beschäftigt sich mit dieser und ähnlichen Fragestellungen. Lakeside Labs und die Alpen-Adria Universität kooperieren mit internationalen Partnern um ein Sensornetzwerk von Kameras und Mikrofonen zu errichten, das über längere Zeit mit Batterien und erneuerbarer Energie operieren kann. Ein Einsatzbereich ist der Nationalpark Hohe Tauern, wo naturgemäß keine Infrastruktur vorhanden ist. Daher müssen die Sensoren mit beschränktem Energievorrat sinnvolle Ergebnisse erzielen.
Bei der Langen Nacht der Forschung zeigen wir, wie die Detektion von Ereignissen mit Kameras funktioniert und wie die erkannten Ereignisse für BenutzerInnen aufbereitet werden. Hierzu zeigen wir das für SRSnet entwickelte Web-Interface, das mittels zeitlichen und räumlichen Suchkriterien das Finden von relevanten Ereignissen erleichtert. BesucherInnen können die während der Langen Nacht der Forschung live aufgezeichneten Ereignisse durchstöbern und selbst solche Ereignisdetektionen auslösen.
Darüber hinaus wollen wir BesucherInnen auch das Thema Energiebewusstsein in IKT-Systemen spielerisch und mit Experimenten näherbringen.
Weitere Informationen: www.LNF2012.at
Lakeside Labs bei der Lange Nacht der Forschung 2010