Acronym: CODE-MM
Start: 02.2012
Ende: 01.2015
Kurzbeschreibung
Die Forschung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Selbstorganisation großer sozialer Web-Plattformen starkes Potential hat multimediale Informationssysteme auf die nächste Stufe zu heben. Dennoch gibt es viele Szenarien in denen eine kritische Masse an Nutzern nicht erreicht wird, und der "wisdom of the crowds" Effekt ("Weisheit der Massen") deshalb nicht genutzt werden kann. Für Informationssysteme mit geringerer Nutzerzahl verhindert außerdem die Vielfalt der Nutzerinteressen oft Ansätze bei denen a priori ein Konsens zwischen den Benutzern gefunden werden muss, wie zum Beispiel ein gemeinsames Domänen- oder Wissensmodell. Im Rahmen von CODE-MM konzentrieren wir uns auf themenspezifische multimediale Informationssysteme mit vergleichsweise geringer Nutzerzahl. Wir gehen davon aus, dass die Benutzer in ihrem Fachbereich Experten sind, gemeinsame Interessen haben und das Informationssystem professionell nutzen. Wir untersuchen wie Selbstorganisation in einem solchen multimedialen Informationssystem unterstützt werden kann und wie Selbstorganisation innerhalb solcher Systeme neuartige und innovative Multimediadienste zur professionellen Nutzung erlaubt.
Projektpartner
Mit Hilfe unseres Projektpartners, KARL STORZ GmbH & Co. KG, verbinden wir Grundlagen- und angewandte Forschung mit einem realen Anwendungsfall. Langfristiges Ziel für KARL STORZ ist ein intelligentes multimediales Informationssystem für Endoskopievideos, das Chirurgen auf der ganzen Welt bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt. Aktuelle Lösungen beschränken sich derzeit auf Aufnahme und Speicherung von Endoskopievideos. Lösungen für Annotation, Analyse und Suche, sowie Austausch von Daten und die Unterstützung von professionellem Diskurs fehlen völlig.
Forschungsziele
Die Forschungsziele von CODE-MM sind in drei Teile gegliedert:
Mit dem Projekt wollen wir die Kompetenz im Bereich medizinischer Videoanalyse und multimedialer medizinischer Informationssysteme in Kärnten stärken und ausweiten. Durch ein erfolgreiches Projekt öffnen sich neue aufregende wissenschaftliche und wirtschaftliche Möglichkeiten für den Standort Klagenfurt. Langfristiges Ziel ist ein von KARL STORZ (teil-)finanziertes Kompetenzzentrum für medizinische Informationssysteme oder eine eigene Firma zur Weiterentwicklung dieser Technologien im Raum Klagenfurt zu gründen.